Irland und Leute

allgemeine Infromationen zu Irland

Lage
Die Republik Irland nimmt rund 80 Prozent der Fläche der Insel Irland ein. Dazu gehören auch die beiden an der Westküste liegenden Inselgruppen Achill Islands und Aran Islands. Die Republik grenzt im Norden und Nordosten an das britische Nordirland; im Osten bilden die Irische See und der St. Georgskanal und im Süden und Westen der Atlantische Ozean die natürliche Landesgrenze.
Fläche: 70.273 km².
Einwohner Bevölkerung: 3,9 Millionen.
Städte: Dublin/Baile Atha Cliath (Hauptstadt) ca. 1,200.000, Cork/Corgaigh ca. 123.340, Limerick/Luimneach ca. 54.100,
Galway/An Ghaillimh ca. 65.800, Waterford/Port Laírge ca. 44.600.
Sprache
In Irland wird Englisch und Irisch gesprochen.
Zeitverschiebung Mitteleuropäische Zeit (MEZ) -1 Stunde Da auch in Irland Sommerzeit gilt, bleibt der Zeitunterschied
bestehen.
Stromspannung in Irland 220 Volt Wechselstrom; 50 Hertz. Man sollte einen Adapter mitnehmen.
Telefon/Post
Die Vorwahl von Deutschland nach Irland ist 00353, von Irland nach Deutschland 0049.
MOBILFUNK: Derzeit gibt es Roamingverträge mit Anbietern in Irland von D1, E-Plus, O2 und Vodafone.
Feiertage in Irland
1. Januar, 17. März (St. Patrick`s Tag), Karfreitag, Ostermontag, 1. Montag im Mai, 1. Montag im Juni, 1. Montag im August,
letzter Montag im Oktober (alle vier sind sogenannte "Bank Holidays"), 25. und 26. Dezember.
Öffnungszeiten
Banken:
Mo bis Fr 10-16 Uhr; Post: Mo bis Fr 9-17.30 Uhr, Sa 9-13 Uhr (Hauptpostamt in Dublin Mo bis Sa 8-20 Uhr, So 10-18 Uhr); größere Warenhäuser, Supermärkte und Shopping Centers:
Mo bis Mi 8.30-17.30 Uhr (teilweise bis 19 Uhr), Do u. Fr 8.30-21 Uhr, So 12-18 Uhr; Geschäfte: Mo bis Fr 9-18 Uhr (Do bis 20/21 Uhr)
Apotheken: Mo bis Sa 9-18 Uhr, So 11-13 Uhr.
Die Pubs sind in Irland werktags von 10.30-23/23.30 Uhr geöffnet, So von 12-14 Uhr und 16-23 Uhr.
Kleidung
Normale europäische Kleidung ist angebracht. Selbst im Sommer sollte man immer leichte Wollsachen mitnehmen.
Regenbekleidung ist das ganze Jahr über unbedingt erforderlich.
 
Kulinarisches

irish BreakfastZum reichhaltigen Frühstück gehören Cornflakes, Eier, gebratener Speck und Würstchen. Natürlich wird auch Toastbrot und Marmelade angeboten.
Die Hauptmahlzeit ist das Abendessen (mittags gibt es oft nur Sandwich). Die Kartoffel ist ein wesentlicher Bestandteil der Küche, Fischgerichte sind häufig, auch Hühnerfleisch wird überall serviert. Der "Irish Stew" besteht aus Hammelfleisch, Kartoffeln, Zwiebeln und Gewürzen. "Coddle" ist ebenfalls ein Eintopf mit Kartoffeln, Speck und Wurst. Vielfach findet man auch Speisen mit Minz-Sauce, etwas gewöhnungsbedürftig. An Getränken berühmt ist nicht nur das Guinness-Bier, sondern auch und vor allem der Whiskey. Er wird in Irland normalerweise pur oder mit Wasser getrunken. Doch auch als Heißgetränk in
Form des "Irish Coffee" (Kaffee mit Zucker, Whiskey und Sahne) ist Whiskey bekannt. Die Guiness - Brauerei befindet sich in Dublin und kann besichtigt werden.

Pub in IrlandSitten und Gebräuche

in Irland Einige berühmte Persönlichkeiten sind mit Irland verbunden, von denen hier nur eine Auswahl angesprochen werden kann: James Joyce (1882-1941) ist Irlands großer Schriftsteller, der mit "Ulysses" und den Kurzgeschichten des "Dubliners" Aufsehen erregt hat. Einige Stationen des "Dubliner" sind in Dublin selber auf Bronze-Tafeln für Touristen niedergeschrieben. Samuel Beckett (1906-1989) ist ein führender Vertreter des absurden Theaters, der 1969 den Nobelpreis für Literatur erhielt. Zu seinen bekanntesten Stücken gehört "Warten auf Godot".
Chris de Burgh (geb. 1948) ist ein Liedermacher, der mit seinen Balladen viele Auszeichnungen der Popmusik erhielt. Zu den bekanntesten Werken gehören die Platte "Spanish Train" und die Lieder "Don't pay the Ferryman" und "Lady in Red". Seine keltische Melancholie gehört schon zu den Klassikern der Popmusik.

Geschichte/Politik

In Irland findet man noch Zeugnisse der Megalithkultur. Hier wurden ca. 7.000 v. Chr. Dolmen und Hügelgräber angelegt, ca. 2.000 v. Chr. die Steinkreise. Im 1. Jahrtausend v. Chr. wurde die Urbevölkerung von Kelten unterworfen. Die keltischen
Reiche bestanden aus Königen und einer starken Druiden-Schicht (Priester). Im 5. Jahrhundert nach Christus begann die
Christianisierung Irlands, in deren Zuge die Druiden entmachtet wurden und ein kirchlicher Klerus und eine Adelsschicht entstand. Ende des 8. Jahrhunderts eroberten die Wikinger die Ostküste der Insel. Dublin wurde zur Hauptstadt des Wikingerreiches. Im 12. Jahrhundert begann mit Heinrich II die englische Herrschaft über Irland. Der Machtbereich dehnt sich von Osten langsam aus. 1541 wurde Heinrich VIII von England auch zum König von Irland. Jetzt wurde auch begonnen, mit dem anglizistischen Glauben den in Irland vorherrschenden Katholizismus zu bekämpfen. Nach einem gescheiterten Aufstand der Iren begannen die Engländer mit der Besiedlung des Nordens der Insel durch Protestanten, die schon im 17. Jahrhundert die Mehrheit der Bevölkerung stellten. Nach zahlreichen Unruhen bis ins 18. Jahrhundert kam Irland 1801 zum Königreich Großbritannien. Bedingt durch anhaltende Missernten gab es in Irland zwischen 1845 und 1850 eine große Hungersnot, der etwa eine Million Iren zum Opfer fielen; eine weitere Million Iren wanderte zu dieser Zeit aus. 1922 trat ein Vertrag in Kraft, der Irland zum Freistaat erklärte. Nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte die Anerkennung Irlands durch Großbritannien. Der große Auswanderungstrend wurde im 19. Jahrhundert durch die schlechte Versorgungslage noch verstärkt. 1961 waren nach den Auswanderungen und dem Zweiten Weltkrieg, in dem sehr viele Iren fielen, von den 8,5 Millionen Menschen, die 1845 in Irland gelebt hatten, nur noch 2,8 Millionen übriggeblieben. Die meisten Iren versuchten ihr Glück in Großbritannien oder in den Vereinigten Staaten von Amerika. Selbst heute noch flüchten viele Iren vor der Arbeitslosigkeit ins Ausland.Wirtschaft 70 Prozent der Fläche Irlands werden landwirtschaftlich genutzt. Hier wird vor allem Milchwirtschaft und Rinderzucht sowie Schafzucht betrieben. Im Ackerbau werden Gerste, Weizen, Zuckerrüben und Kartoffeln angebaut. Auffällig ist im Bereich der Energiewirtschaft die Verwendung von Torf, der fast in ganz Irland gestochen wird. Heute wird jedoch verstärkt zur Stromerzeugung auf Wasserkraft umgestellt.
Irland gehörte lange Zeit zu den ärmsten Ländern der EU. Durch Fördermaßnahmen der EU entwickelt sich die Wirtschaft seit den 90er Jahren recht positiv. Durch Steuervergünstigungen und niedrige Lohnkosten werden verstärkt ausländische Firmen ins Land gelockt, die besonders im Maschinenbau, dem Pharmabereich und der Elektronik für Neugründungen sorgen. Die Inflation ist gering. Fast jeder fünfte Erwerbstätige ist arbeitslos. Durch das nach wie vor hohe Bevölkerungswachstum stehen auch die Prognosen für eine Verringerung der Arbeitslosigkeit schlecht. Für den Tourismus ist die Insel erst in den letzten Jahren attraktiver geworden. Nach wie vor herrscht der Individualtourismus vor, für den die altirischen Kunstdenkmäler und Burgen, die einzigartige Landschaft und der eigenwillige Menschenschlag die Hauptanziehungskraft bilden. Religion Im Laufe des 5. Jahrhunderts wurde Irland auf friedlichem Wege vollständig christianisiert. Zu verdanken ist dies dem heiligen Patrick (ca. 389-461), der sich in Gallien zum Priester ausbilden ließ, um dann als Bischof in Irland Schulen, Klöster und Kirchen zu errichten.

Noch St.Patrick´s Day 17.März heute feiern die Iren den "St. Patrick's Day" als nationalen Feiertag. Der katholische Glaube beeinflusst starkden irischen Alltag.
Seit 1995 sind Scheidungen auch in Irland gestattet. In vielen kinderreichen Familien entscheidet sich eines der Kinder für den geistlichen Stand, so dass man irische Priester oder Schwestern in aller Welt als Helfer findet.Vegetation Trotz ihres Rufes, eine grüne Insel zu sein, ist Irland eigentlich artenarm. Zwei Eiszeiten sind über die Insel gegangen, bei der letzten bedeckte Schnee nahezu die gesamte Landfläche. Die zunächst noch bestehende Landbrücke zu Großbritannien wurde vor rund 8.000 Jahren durch die Erhöhung des Meeresspiegels unterbrochen. Den Besucher beeindrucken die blühenden Fuchsienhecken im Sommer oder die riesigen Rhododendron- oder Ginsterbüsche in Parkanlagen.
Waldfläche gibt es kaum, eher Moore und Hochmoore, die zum Teil bis zu sieben Meter mächtige Schichten führen. Die Niedermoore in Irlands Westen haben eine vielseitige Pflanzenwelt, darunter einige fleischfressende Arten.Tierwelt Auch bei den Tieren gibt es eher eine Artenarmut. Doch für Vogelliebhaber hat Irland einiges zu bieten. Neben den heimischen Arten überwintern auch 250 weitere Vogelarten auf der Insel. Austernfischer und Papageientaucher kann man an den Küsten finden. Durch seinen Fischreichtum ist Irland für einen Angelurlaub geradezu ideal. Sheep in Irland


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